Luxemburgs Sprinterin Patrizia van der Weken, 2024 zur Sportlerin des Jahres gekürt, hat ihre Weltmeisterschaften in Tokio vorzeitig beendet. Mit 11,29 Sekunden über 100 Meter verpasste sie den Sprung ins Halbfinale – ein Ergebnis, das hinter ihren Erwartungen zurückblieb, nachdem sie in dieser Saison höhere Ziele verfolgt hatte.
Körperliche Probleme im Training
Die 25-Jährige war mit großen Ambitionen in den Sommer gegangen, gestützt auf ein vielversprechendes Olympia-Jahr und eine starke Hallensaison. Doch eine Reihe kleiner körperlicher Beschwerden bremste sie in den vergangenen Monaten aus. Diese Rückschläge unterbrachen ihren Trainingsrhythmus, weshalb ihr laut eigener Aussage die nötige Vorbereitung fehlte, um auf internationaler Bühne ihr gewohntes Niveau abzurufen.
Entschlossen, aber ausgelaugt
Van der Weken räumte ein, dass sie trotz der Schmerzen weitertrainierte, statt eine Pause einzulegen. Dieser Entschluss zeugt zwar von großer Entschlossenheit, bedeutete aber auch, dass sie die Probleme mit in den Wettkampf nahm. „Ich weiß, dass ich viel schneller laufen kann“, betonte sie und machte klar, dass ihre wahre Form im Resultat nicht zum Ausdruck kam.
Erholung hat jetzt Vorrang
Die Sprinterin plant nun, sich auszuruhen und zu regenerieren, bevor sie im Oktober wieder ins Training einsteigt. Ihr Blick richtet sich bereits auf die kommenden Europa- und Hallen-Weltmeisterschaften, bei denen sie in besserer Verfassung zurückkehren will. Für eine Athletin, die es gewohnt ist, sich selbst zu pushen, wird eine gründliche Erholung ein entscheidender Schritt sein.
Unterstützung für Teamkollegen und Zeit in Tokio
Obwohl ihr eigener Wettkampf vorbei ist, bleibt van der Weken in Tokio, um ihre luxemburgischen Teamkollegen Charel Grethen und Ruben Querinjean zu unterstützen. Außerdem will sie noch ein paar Tage die Stadt erkunden, um die Enttäuschung über das Ausscheiden mit neuen Eindrücken abzuschwächen.
Auch wenn ihre Saison nicht wie erhofft endet, lassen ihre Widerstandsfähigkeit und ihr Einsatz darauf schließen, dass bessere Tage vor ihr liegen. Für van der Weken zählt jetzt vor allem, ihre Kräfte zurückzugewinnen und erneut die Geschwindigkeit zu zeigen, die sie zu einer der gefeiertsten Athletinnen Luxemburgs gemacht hat.