Derval O’Rourke, eine der erfolgreichsten irischen Hürdensprinterinnen, wird im November in die nationale Hall of Fame aufgenommen. Die Zeremonie findet am 26. November im Crowne Plaza Hotel in Santry, Dublin, statt.
Die Auszeichnung würdigt ihre Erfolge bei drei Olympischen Spielen und zahlreichen Europameisterschaften sowie ihren nachhaltigen Einfluss auf die irische Leichtathletik.
Erfolge auf Weltbühne und Karriere-Meilensteine
O’Rourke aus Cork im Süden Irlands rückte 2003 ins internationale Rampenlicht, als sie bei den U23-Europameisterschaften in Polen als erste Irin die 13-Sekunden-Marke über 100 m Hürden unterbot. Mit 12,96 Sekunden belegte sie Rang vier.
Diese Leistung bedeutete nicht nur einen neuen Landesrekord, sondern sicherte ihr auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004.
Während ihrer Laufbahn vertrat Derval Irland bei drei Olympischen Spielen. Auf der Weltbühne feierte sie 2006 ihren größten Triumph mit Gold über 60 m Hürden bei den Hallen-Weltmeisterschaften.
Ihren Kampfgeist bewies sie zudem mit zwei EM-Silbermedaillen über 100 m Hürden (2006 und 2010) sowie Bronze über 60 m Hürden bei den Hallen-Europameisterschaften 2009 und 2013.
Zu den Höhepunkten ihrer Karriere zählt vor allem der vierte Platz bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin, wo sie mit 12,67 Sekunden einen irischen Rekord aufstellte.
Diesen verbesserte sie 2010 auf 12,65 Sekunden und holte damit Silber bei den Europameisterschaften in Barcelona.
Leben abseits der Bahn
Derval O’Rourke beendete ihre Profi-Karriere im Juni 2014 im Alter von 33 Jahren.
Damals bezeichnete sie den Schritt als schwierig, aber richtig: Sie wolle nur weitermachen, wenn sie auf Medaillenniveau konkurrenzfähig sei.
Seit dem Rücktritt ist sie weiterhin öffentlich präsent, hat Bücher veröffentlicht, tritt in den Medien auf und betreibt eine eigene Gesundheits- und Fitnessplattform.
Ihre konstant starken Auftritte bei großen Europameisterschaften – von Berlin bis Barcelona – machen sie zu einer der beständigsten Leichtathletinnen Irlands.