Der Ironman Frankfurt 2019 stand zunächst unter keinem guten Stern: die sogenannte Sahara Hitze war angekündigt, Temperaturen für den Renntag am 30.6. von bis zu 41 Grad. Ich hatte 2015 beim Hitzerennen das gleiche in Frankfurt erlebt, damals bin ich bei Lauf KM 31 ausgestiegen.

Die Aufregung und auch der Respekt waren entsprechend gross.

Dennoch unternahm ich eine normale Rennvorbereitung, reiste am Donnerstag an, holte am Freitag die Startunterlagen ab, schwamm eine Runde im Langener Waldsee und nahm an der englischen Wettkampfbesprechung am Römerberg teil - es waren Teilnehmer aus 81 Nationen gemeldet, in Summe ca. 3000.

 

Am Samstag fuhr ich die ersten Hügel der Radstrecke ab und koppelte kurz auf der Laufstrecke an der wir direkt wohnten. Danach ging es zum Rad Check in und auf eine letzte kurze Runde im Waldsee - die Temperaturen stiegen bereits auf 36 Grad. Nur raus aus der Sonne!

 

Am Race Day klingelte dann um 3:30 Uhr der Wecker. Gelflaschen füllen, Frühstück, anziehen und los; erstaunlicherweise war es draussen kühl. Mit dem Shuttle Bus ging es um 4:15 Uhr an den Waldsee, coole Atmosphäre. Die Wechselzone öffnete um 5:00 Uhr - ich war flott fertig und schwamm mich kurz ein. Ein Fehler, denn ich fror tatsächlcih die letzte halbe Stunde bis zum Start bei nur knapp 20 Grad. Es war zudem Neo Verbot ausgerufen, da der See 25,5 Grad warm war.

Als die Ager Grouper zum Rolling Start gingen kam Jan Frodeno bereits vom ersten Teilabschnitt zurück. Dass Schwimmen lief gut, Probleme machte allen nur die tief stehende Sonne die die Bojen verschwinden lies - so schwamm das Feld Zickzack. Nach 1:05 kam ich aus dem Wasser was gut war und die heisse Jagd auf dem Rad begann. 185 km mit knapp 1500 Höhenmetern lagen vor uns, dabei Kopfsteinpflaster, rasante Abfahrten mit bis zu 80 km/h und Highlights wie der Heartbreak Hill der an die Tour de France erinnert - auf der zweiten Runde war hier aber kaum noch was los da es mit dann Ende 30 Grad schon zu heiss war. Bis 4:30 h lief es auf dem Rad super, dann machten die Beine etwas schlapp, wohl auch wegen der Hitze. Nach 5:12 h war der Radsplit zu Ende. Ich hatte mich von Position 16 nach dem Schwimmen auf Position 6 vorgearbeitet, damit war ich mehr als glücklich, zumal meine beste Disziplin noch kam. Aber ein Marathon bei 40 Grad nach über 6 h Wettkampf? Ich hatte mir als Ziel gesetzt ruhig zu bleiben, Geduld zu haben und auf jeden Fall durchzulaufen. So ging ich im 5 er Schnitt an, fiel bei km 18 auf Platz 9 zurück und wurde nervös da es „nur“ 12 Slots für die ersehnte Hawaii Quali gab. Schneller laufen ging aber auch nicht bzw war mir zu dem Zeitpunkt zu risikoreich. Nach einer weiteren Runde hatte sich meine Entscheidung als goldrichtig erwiesen, ich hatte mich auf Platz 5 vorgearbeitet. Meine Erfahrung sagte mir dass die die langsamer geworden waren eher weiter zurückfallen würden als wieder aufzuholen, also lief ich meinen Schritt weiter. Am Ende wurde ich damit 7. in der AK und war dicke in den Slots für Hawaii. Als am Monatg bei der Slotvergabe mein Name aufgerufen wurde schrie ich kräftig „Yes“ und nahm den Slot an. So geht es nun im Oktober zur für mich dritten Ironman WM nach Kailua Kona! Die Freude ist riesig, insbesondere bei den harten Bedingungen. Nicht nur die in Führung liegende Frau Sarah True, auch viele andere Teilnehmer lagen am Rand der Strecke und mussten medizinisch betreut werden. Von 3000 gemeldeten Startern waren nur 2000 im Ziel. Ich war dabei und mit Platz 92 im Gender Männer sogar unter den Top 100. Coole Sache bei der erneuten Hitzeschlacht 2019!

 
Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /home/lavhudbe/www.lav-husum.de/components/com_igallery/views/category/view.html.php on line 134

Ironman Frankfurt


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /home/lavhudbe/www.lav-husum.de/components/com_igallery/views/category/tmpl/default_main.php on line 35