Jan Dehn unter 40 Min. und Luise Levermann unter 25 Min.

Kropp, 15.05.2019 Immelmannlauf

Dieser Tag sollte in die Geschichte eingehen.

Es waren wunderbare Bedingungen: trocken, sonnig, nicht zu warm, wenig Wind, perfekte und schnelle Strecke und gute Stimmung.

Dieses nutzte als Erste Luise Levermann im 5 KM-Lauf. Sie setzte sich mit einer Superleistung und einer Traumzeit von 24:59 Min. auf Platz 1 ihrer Altersklasse W11 und führt damit die 2019er-Bestenliste in NF souverän an. Klasse!

Nicht weniger erfolgreich ging es im Rennen über 10 KM für die LAV Husum weiter. Gleich nach dem Start konnten Jan Dehn und ich uns unter den ersten 10 Läufern festsetzen und einen Kilometerschnitt von knapp unter 4 Min. halten. Ab KM 7 ging bei mir so ein bisschen die Puste aus und Jan musste sich alleine, für sein Ziel unter 40 Min. zu bleiben,.auf den Weg machen. Kurz vor seiner Zielankunft sagte mir mein Blick auf die Uhr, dass er das geschafft hat (Glückwunsch!), um im selben Moment festzustellen, dass ich noch mal richtig alles rausholen muss, um auch unter 40 Min. zu bleiben. Leider mal wieder eine Punktlandung 40:00 Min..

Für uns beide war es damit der Altersklassensieg.

Frank Brinkmann nutzte genauso die optimalen Bedingungen und blieb mit seiner Zeit von 52:57 Min , wie es sich gehört, gut unter der nächsten Minutengrenze. So macht man das! Auch Frank war hoch zufrieden und so schmeckte uns das alkoholfreie Weizen doppelt gut.

 

Immelmannlauf 2019

Hallen-Landesmeisterschaften der Senioren/innen 2019

Hamburg, 10.Februar 2019, Regen

Zum Glück waren Manuela und ich zu den Landesmeisterschaften in der Halle nach Hamburg gereist. Begleitet von Stefan (Trainer), Mine (Foto) und Bugs (Orga) erreichten wir rechtzeitig vor Abgabeschluss der Stellplatzkarten die gut gefüllte Halle. Es wuselte in jeder Hallenecke.

Für mich begann der Wettkampftag um 13:00 Uhr mit den 800m. Es war meine erste Teilnahme an dieser Kurzstrecke und wurde ein voller Erfolg. Landesmeister in 2:37,63 min. Der Einstieg in meine neue Altersklasse M65 war gelungen.

Danach startete Manuela in ihre neue Altersklasse. Auch über 800m. Sie kam aus ihrem Langstreckentraining für Drelsdorf und war mit dem 3.Platz W55 und der Zeit von 3:06,71min. nicht ganz zufrieden.

Über 200m sah sie dann doch recht flott aus und belegte den 4.Platz in 33,98 sec..Der Trainer war aber nicht so ganz begeistert.

Nach ca.3 Stunden war ich dann wieder dran. Das Ziel war Landesmeister über 3000m. Es folgte ein Rennen ohne echte Konkurrenz in der M65, ich versuchte aber in der M60 Schritt zu halten. Es lief alles super und der Standard von 12:30 min. wurde mit 11:29,44 min. locker unterschritten. Geschafft! Die Begeisterung war groß.

Dann hieß es auslaufen, duschen, Siegerehrung und los. Und auch der Wettlauf um die Züge wurde gewonnen, sodass wir müde und zufrieden um 20:45 Uhr in Husum ankamen.

Schlussendlich endete der erfolgreiche Tag in der Sofaecke.

Uwe Gosch

Are you tough enough?

Ist die Frage des Veranstalters, wenn man sich für diesen Wettbewerb anmeldet.

100  x 100 m schwimmen oder multipliziert 10 km.

100 x los schwimmen, um jeweils 100 m zu bewältigen, wobei man sich aussuchen kann, ob man sich alle 2,15 Minuten wieder auf den Weg macht oder etwas knackiger alle 2 Minuten.

Als dieses Event jetzt in Lübeck angeboten wurde, habe ich mich nach einigem Zögern doch angemeldet. Mein Bekannter, Heino Andresen, der im TSV Husum schwimmt, schloss sich meinem Vorhaben an.

Die Trainingsleistungen in den Wochen davor waren durchschnittlich 5 km bis 5 km auf 10 km bis 12 km hoch geschraubt, ging es dann am 15.12.2018 nach Lübeck.

Ein großes 50 m Becken mit 8 Bahnen. 5 Bahnen für die 2,15 Minuten Abgänge und 3 für die, die den 2 Minuten Rhythmus gewählt hatten sowie Heino und ich.

7 bis 8 Leute auf jeder Bahn und 18.25 Uhr fiel dann der Startschuss. 3:25 Stunden lagen vor uns.

Im Training hatte ich mir einen Rhythmus zwischen 1,33 und 1,38 Minute je 100 m "angewöhnt".

Auf unserer Bahn waren jedoch drei ziemliche "Heißdüsen", denen man versuchte - viel zu schnell - hinterher zu schwimmen, was sich dann hinten raus doch etwas bemerkt gemacht hat.

Nach 18 Durchgängen folgte die erste Pause. 5 Minuten. Aus dem Becken raus, schnellen Schrittes zur Toilette, Gel, Getränk und ein Stück Banane und zurück ins Wasser.

27 weitere Durchgänge standen an. Dann folgte die zweite Pause bei 45 bzw. 4.500 absolvierten Metern.

5 Minuten können so schnell vorbeigehen!

Aber zu diesem Zeitpunkt war noch alles im grünen Bereich, obwohl sich die Zeit jetzt zwischen 1,40 und 1,43 Minuten pro 100 m einpendelte.

Dass man alsbald den 50. Durchgang und damit die Hälfte absolviert hatte, brachte einen mental nicht wirklich vorwärts.

Immer öfter ging der Blick zur Uhr und die darauf angezeigten Anzahl der Durchgänge. Wann war die nächste Pause? Nach dem 72. Durchgang. Ok, noch einmal den "Tank" so gut es geht füllen. Schließlich galt es noch 2.800 m zu bewältigen. Die hatten es dann auch in sich. Wenn ich jemals Technik besessen habe, was viele bestreiten, hatte ich sie auf diesem Abschnitt jedenfalls nicht mehr. Nur noch die Arme ins Wasser hauen und mit letzter Kraft versuchen, durchzuziehen. Bei jeder Wende zudem aufpassen, dass man sich keinen Krampf holt. Inzwischen war der Startblock gefüllt mit Bananenstücken. Eins fiel in den Ablauf, egal, raus gefischt und rein damit. Inzwischen tendierte die Zeit pro 100er Richtung 1,50 Minuten. 3 x tief durchatmen und dann wieder los.

Beim 89. Durchgang ging dann das Licht in der Halle aus und am Rand wurden langsam die Wunderkerzen angezündet.

Dann der 100. Anschlag, "all in time". Jubel und Freude, aber auch totale Erschöpfung. Inzwischen war es 22.00 Uhr geworden. Jeder Finisher erhielt dann eine Teilnehmerurkunde mit dem Hinweis darauf, dass er jetzt in den Club der "100 x 100 Schwimmer" aufgenommen sei.

Glücklicherweise war Heino noch so fit, um uns nach Nordfriesland zurückzubringen und wir beide konnten dann im Auto die Frage: "Are we tough enough" laut mit "Yes" beantworten.

 

100 x 100m

Am 2.September 2018 fanden in Bremen die Deutschen Meisterschaften im 10 km Straßenlauf statt. Wladimir Nagowizyn und ich waren mal wieder die einzigen Vertreter des LAV Husum. Schade! Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Ich war mit meinen 3 Schlachtenbummlern schon am Freitag angereist. Was sich im Laufe des Rennens als Fehler erweisen sollte. Wladi war da cleverer und kam direkt mit dem Auto am Sonntag zum Rennen. Bei besten Bedingungen gingen zuerst die deutschen Spitzenläufer an den Start und zeigten uns welche Zeiten auf dem Rundkurs möglich wären.

In unserem Lauf für alle Frauen und alte Knacker ab M50 aufwärts, ging es dann doch etwas langsamer von statten. Was nicht bedeuten soll, dass nicht alle ihr Bestes gegeben haben. Wladi ist in Vorbereitung auf den Marathon in Berlin und ging so ganz locker ins Rennen und war mit seiner Zeit von 43:12 Min. (Platz. 4 M65) zufrieden. Bei mir ging es schon vom Start weg blöd los. Hatte mich wieder mal verquatscht und kam bei der Startaufstellung nicht weit genug nach vorne. So musste ich auf dem 1.KM schon richtig Gas geben, um an meinen SH-Altersklassen-Mitstreiter Udo Naß heran zu kommen. Hab ich auch geschafft, war schon schwer am atmen und musste Udo gleich wieder ziehen lassen. Nun lief es bis KM 5 so ganz gut. Aber schnell zeigte sich, dass das Pflastertreten am Vortag durch alle Bremer Innenstadtstraßen ein Fehler war. Und ohne Gegenwehr musste ich viele junge Läuferinnen und leider auch 2 Altersklassen-Mitstreiter vorbei ziehen lassen. Im Ziel fühlte es sich an als wäre es ein quälender Lauf um die 43 Min. gewesen. Doch beim Blick auf die Uhr große Freude. Unter 40 Min., Jahresbestleistung. Und so war auch ich mit Platz 6 in 39:52 Min. zufrieden.

Die Veranstaltung bleibt in guter Erinnerung.

 

DM 10Km Bremen

Auch die 32. Auflage war wieder ein tolles Ereignis. Das Wetter spielte mit und war ideal zum Laufen und zum Veranstalten.

Nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu windig und nicht zu nass. Prima Wetter also für nordfriesische Verhältnisse.

Zum dritten Mal haben wir die Veranstaltung mit den Kids-Läufen begonnen. Rund 60 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 4 und 8 Jahren liefen um die Wette.

Fast schon etwas übermotiviert waren die Kleinen und mussten von Hans Erich, unserem langjährigen Moderator, vor Stürzen gewarnt werden.

Und doch konnten wir einen Sturz auch damit nicht verhindern.

Ist aber wirklich eine tolle Sache, wenn die Kleinen vor den Augen der stolzen Eltern, Großeltern und den zahlreichen Zuschauern ihr erstes „großes Rennen“ bestreiten.

Schon zu diesen Läufen war die Großstraße von zahlreichen Zuschauern gesäumt, ein Anblick, wie ihn jede Laufveranstaltung gerne sieht.

Die Großstraße ist ja einmal im Jahr für einen Samstagnachmittag mit den Worten von Boris Becker gesagt, dass Wohnzimmer der LAV Husum.

Und das haben wir unseren Gästen wieder bestens präsentiert.

Neben meinen 40 Helferinnen und Helfern rund um Startnummernausgabe, Start-/Zielbereich, Strecke, Duschen und Umkleide, Getränkeversorgung, Auswertung und Siegerehrung

sind ganz besonders Stefan Bolz, Kai Uwe Schmidt, Wolfgang Maaß und Hans Werner Carstens zu erwähnen.

Jahr für Jahr sind sie „feste Mitarbeiter“ in der Vorbereitung.

Stefan, der seit April die Online-Anmeldung pflegt, die eingehenden Fragen der Läufer beantwortet, den Geldeingang kontrolliert, die Teilnehmerlisten pflegt und die Unterlagen für die Startnummernausgabe komplett fertig macht.

Kai Uwe, der stets mit Rat und Tat zur Seite steht, die Tombola-Preise und Siegerhandtücher besorgt, die Kids-Läufe auswertet, die Siegerehrung moderiert.

Wolfgang, der das gesamte benötigte Equipment für die Streckenpräparierung und den Start- und Zielbereich verlädt und ausfährt, Auf- und Abbau organisiert und hinterher alles wieder in den Hütten verstaut.

Hans Werner, der Jahr für Jahr 750 KG an Wasserflaschen in seinen Bus lädt und diese dann in den Zielbereich bringt und wieder abfährt.

Und natürlich die 40 Helfer, die das alles tatkräftig unterstützen und ohne die die Veranstaltung nicht stattfinden könnte.

Auch hier gibt es natürlich die „festen Mitarbeiter“ die in jedem Jahr ihren Posten versiert besetzen.

In den nächsten Berichten werde ich diese fleißigen Helfer auch einmal persönlich vorstellen. Hinter jedem verbirgt sich eine eigen kleine Geschichte, die es zu schreiben lohnt.

Die Helfer standen auch in diesem Jahr bei mir wieder im Fokus. Ich habe mir diesmal eine Vereinstasche (einen roten Leinenbeutel mit dem gelben LAV Husum-Schriftzug) überlegt,

der wieder mit allem befüllt war, was ein Helfer gegen Hitze, Kälte, Hunger und Durst benötigt, wenn er den ganzen Nachmittag für uns im Einsatz ist.

Wenn sie zukünftig verwendet wird, machen die Helfer damit nicht nur Werbung für unseren Verein, sondern zeichnen sich damit als aktive Helfer/innen der LAV aus.

Außerdem haben wir bei der Tombola erstmals auch fünf Preise für unsere Helfer verlost.

Glück hatten Holger Clausen, Uwe Gosch, Sandra Gutte, Nils Hölck und Lars Levermann, die einen Gutschein beim Eiscafe Riva gewannen. Herzlichen Glückwunsch.

Und auch die übrig gebliebenen Handtücher, die nicht durch die Altersklassengewinner bei der Siegerehrung abgeholt wurden, sind zwischenzeitlich unter den Helfern verteilt bzw. verlost.

Und doch wird es immer schwerer, die benötigte Zahl an Helfern zusammen zu bekommen. Und das, obwohl ich seit der Übernahme der Organisation des Husumer Hafentagelaufs die Wertschätzung für unsere Helferinnen und Helfer „hoch halte“.

Eine Notwendigkeit, der sich auch der Verein voll und ganz stellen muss. Die Helferinnen und Helfer sind unser wertvollstes Gut, ohne die wir keine Laufveranstaltung abhalten könnten.

Außerdem ist das auch das Ergebnis aus dem, was ich selbst als Helfer erfahren habe. Ich habe mir das Ziel gesetzt, meine Helfer so zu behandeln, wie auch ich gerne behandelt werden möchte.

Die Georg C. Hansen Hafentagerunde (der sogenannte Jedermannlauf) und der CJ Schmidt Hafentagelauf wurden erstmals mit einer professionellen Transponder-Zeitmessung durchgeführt.

Jede einzelne Runde wurde zwischengestoppt und die Einlaufzeit sekundengenau registriert.

Die Urkunden konnten direkt nach der Laufveranstaltung Online angeschaut und ausgedruckt und der Zieleinlauf als kleines Video heruntergeladen werden.

Eine Änderung, die auch aufgrund sinkender Helferzahlen notwendig wurde, weil der Aufwand für die Auswertung dadurch erheblich verringert werden konnte,

die aber in der heutigen Zeit der Digitalisierung von einer guten Laufveranstaltung erwartet wird: eben eine professionelle Zeitmessung.

Einziger Nachteil, die Professionalität hat Ihren Preis.

Das kann man sich alles unter https://www.davengo.com/event/result/husumer-hafentagelauf-2018/ in aller Ruhe ansehen.

Und auch Fotos der Veranstaltung sind auf unserer Vereinshomepage unter www.lav-husum.de zahlreich anzuschauen. Dafür herzlichen Dank an den Allrounder Uwe Gosch, der neben der Kidsbetreuung und der Streckensicherung auch das Fotografieren der Veranstaltung und der Siegerehrung übernahm.

Die Läufe boten sportliche Highlights. Einzig die Finisherzahlen mit 71 bei der Georg C. Hafentagerunde und 280 beim CJ Schmidt Hafentagelauf müssen wir durch verstärkte Werbekampagnen weiter steigern.

Auch die Siegerehrung in der Rathaushalle des Husumer Rathauses, dieses Jahr zum dritten Mal an diesem Ort, ist aus der Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.

Endlich im Herzen des Geschehens und nicht Abseits eine Siegerehrung, die sich wahrlich sehen lassen kann.

Und auch die Sponsoren, an der Spitze, wie seit Jahren, CJ Schmidt sowie Georg C. Hansen, Provinzial Bezirkskommissariat Runge und Kulkartz-Janzen, NF Palette, Stadtwerke Husum, Husumer Mineralbrunnen und VR Bank Westküste, standen uns wieder zuverlässig zur Seite.

Die 33. Auflage findet übrigens am 17. August 2019 statt.

Enden möchte ich mit einem Dank an meine Helferinnen und Helfer, die mir hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder zur Seite stehen.

Herzlichst Euer Frank Brinkmann

Ich wurde gebeten etwas über mein erstes Jahr im LAV Husum zu berichten und so zurückblickend kann ich feststellen, dass es ein spannendes Jahr mit vielen neuen Eindrücken war.

Eigentlich komme ich vom Laufen, aber wie es oft so ist und viele von euch wohl kennen - irgendwann spielten die Knochen nicht mehr mit und ich musste erkennen, dass reines Laufen Gift für meinen Körper ist. Eine Alternative musste her, Radgefahren bin ich schon immer gerne, naja und schwimmen überlebt man ja auch irgendwie – also kam im letzten Jahr dann der Entschluss mich mehr auf den Triathlon zu konzentrieren. Das war dann auch der Grund den Verein und zu euch zu wechseln.

Es begann gleich mit der Winterlaufserie in Drelsdorf, sehr nett wurden wir aufgenommen und es macht Spaß ein Teil des Teams zu sein. Sehr schnell folgte die Einladung in eine WhatsApp Gruppe für gemeinsame Radfahrten. Gleich die erste Tour im April hat richtig Spaß gemacht und führte ich mich in ungeahnte Tempobereiche. Ich sollte lernen, dass locker und kurz sehr stark von der Definition abhängen und mein locker definitiv ein anderes ist, es hat aber mega Laune gemacht.

Mein eigentlicher Saisonhöhepunkt in diesem Jahr sollte der Ostseeman 113 in Damp sein, eine Mitteldistanz bestehend aus 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und einem abschließenden Halbmarathon. Leichtsinnigerweise hatte ich aber zeitgleich auch an einem Gewinnspiel teilgenommen, bei dem es Freistarts für den Hamburg Marathon zu gewinnen gab. Und wie soll es sein – wenn man eigentlich nicht will, ich wurde natürlich gezogen. Ein Wink des Schicksals? Denn eigentlich wollte ich nie mehr Marathon laufen, bin das ganze Jahr 2017 kaum gelaufen und nun das. Aber was hatte ich zu verlieren und die Stimmung in Hamburg ist immer toll. Fest mit dem Gedanken im Kopf, ich könnte die Stimmung ja einfach genießen, einen schönen Trainingslauf draus machen und dann halt nach der Hälfte auszusteigen, bin ich also doch angefangen wieder etwas mehr laufen zu gehen. Und auf einmal kam auch der Spaß zurück und der Marathon wurde dann einer meiner schönsten Läufe bisher. Ohne Zeitziel und ohne die Pflicht an mich selbst durchlaufen zu müssen, das Wetter war auch toll und so ich genoss den Lauf vom Anfang bis zum Ende (naja fast bis zum Ende) und bin nicht nach der Hälfte ausgestiegen ;-)

Am 24. Juni war es dann so weit – der OM 113 stand vor der Tür und ich war aufgeregt wie selten zuvor, das Schwimmen in der Ostsee und die Cut Off Zeit machten mir starke Sorgen. Schwer es sich jetzt nach diesem Sommer noch vorzustellen, aber an dem Wochenende im Juni war es bitter kalt, wir waren schon vor dem Wettkampf nur am Frieren. Anzeigetafeln an der Ostsee teilten am Vortag eine Wassertemperatur von 15 Grad mit. Auf der Wettkampfbesprechung wurden uns dann immerhin 16,3 Grad mitgeteilt. Zum Glück war das Meer aber relativ flach, meine größte Angst der Monsterwellen wurde so zum Glück nicht wahr. Also ging ich voller Angst und Vorfreude morgens um 9 Uhr in das kalte Nass, das Schwimmen verlief dann für meine Verhältnisse richtig gut – ich kam nicht als letzte aus dem Wasser und sogar deutlich vor der Cut Off Zeit J Allerdings war es soooo kalt, dass ich danach fast schockgefroren war, die Zeit im Wechselzelt hat dann viel zu lang gedauert, weil ich so gezittert habe.

Die erste Radrunde verlief dementsprechend, ich wurde einfach nicht warm und hab mich total unwohl gefühlt, Außentemperatur war auch nur 15 Grad, dazu Wind und leichter Regen. Aber als Nordfriesin ist man ja Kummer gewöhnt. Ab der 2 Runde war ich wieder eins mit meinem Rad und es fing an Spaß zu machen. Viel zu schnell waren die 90 km dann schon wieder vorbei. Laufen mit matschigen Beinen fiel sehr schwer, aber da auf der Wendepunktstrecke am Strand überall vertraute und nette Gesichter waren musste ich einfach Durchhalten. Und dann war irgendwann schon das Ziel in Sicht – nach 5:45 Std. war der Tag auf den ich solange hin gefiebert hatte auch schon wieder vorbei. Es war ein tolles Erlebnis und spätestens ab dem Zeitpunkt war ich mir völlig sicher, dass Triathlon mein Sport ist. Auch wenn ich schwimmen immer noch hasse.

3 Wochen später folgte der ITU Hamburg Triathlon, die weltweit größte Triathlon Veranstaltung, bei der ich zusammen mit Andreas W. die Olympische Distanz absolvierte. Bei perfektem Wetter und im Gegensatz zu den Ironman Teilnehmern 2 Wochen später duften wir noch durch die Alster schwimmen. Es war ein Triathlonfest und neben unserem eigenen Start konnten wir auch die Profis und den tollen 2. Platz von Laura Lindemann bewundern.

Damit waren die Saisonhöhepunkte schon durch, der Spaß aber lange noch nicht - es folgten einige kleine regionale Veranstaltungen, alle toll und mit Liebe organisiert. Der Hallig Dreeathlon auf der Hamburger Hallig, gemeinsam mit Hermi zum After Work Triathlon nach Niebüll und ein sehr windiger und nasser, aber super schöner Triathlon auf Pellworm. Am letzten Wochenende dann der schon fast traditionelle Saisonabschluss in Wanderup, jetzt mit Startpass musste ich zum ersten Mal beim Sprint starten und durfte so zusammen mit den starken LAV Männern Andreas D, Sigurd und Andreas W. antreten. Beim anschließenden Jedermann Rennen konnten wir dann noch Arne und Frank zujubeln. Manuela, Stefan und Hans waren auch wieder vor Ort und kümmerten sich gewohnt professionell um die Zeitmessungen.

So langsam neigt sich die Triathlon-Saison jetzt dem Ende entgegen, am kommenden Wochenende gönnen wir, Andreas W. und ich, uns zum Saisonausklang noch die Mitteldistanz beim Alssundman in Sonderburg.

Am 16. September findet dann in Arlewatt der Abschlusslauf des dies jährlichen Waterkant Cups satt, eine vereinsübergreifende Serie bestehend aus 6 Läufen in Joldelund, Viöl, Hattstedt, Enge-Sande, Husum (Hafentagelauf) und Arlewatt. Diese Serie liegt mir persönlich sehr am Herzen und ich würde mich freuen in Arlewatt und bei allen Läufen im kommenden Jahr möglichst viele LAV Mitglieder am Start treffen zu können.

 

Aloha liebe Leser,

der Ironman Hamburg am 29.7.2018 sollte eigentlich mein zweiter Ironman in meiner zweiten Heimat Hamburg werden, wurde aber ein Ironman Duathlon – das Schwimmen wurde aufgrund von Blaualgen in der Alster kurzfristig am Freitag abgesagt.

Obwohl ich kein guter Schwimmer bin (wie Sigurd immer sagt ;-)) war ich enttäuscht, denn die dargebotene  Alternative von 6 km Laufen, 180 km Rad und dann dem Ironman üblichen Marathon hörte sich nicht wirklich attraktiver an. Mit der langen Wechselzone in Hamburg kommt man dann auf ca. 50 km laufen gesamt so war meine Hochrechnung, die mich erschrecken lies.

Aber: Es ist für alle gleich!

Also verarbeiten und darauf einstellen. Ich hörte aber eigentlich von keinem dass er es gut fand, obwohl sonst viele über das Schwimmen schimpfen („Angstdisziplin“).

Die Tage vor dem Rennen waren bekanntlich super heiß, ich befürchtete Hawaii Bedingungen in Hamburg. Am Tag vor dem Rennen kam dann um 16 Uhr der große Regen und Sturmböen, es kühlte glücklicherweise etwa ab. Ich checkte mein Bike erst ein als es trocken war, also kurz vor Toresschluss um 18:30 Uhr. Hier sah ich viele liebevoll eingepackte Räder, Aero-Lenker, Ketten, Schuhe etc. Die nicht benötigte Badekappe wurden verwendet um die Rennverpflegung über Nacht trocken zu halten. Skurril aber schön! Es zeigt wir sorgsam jede/jeder Starter den langen Tag vorbereitet.

Der Start wurde auf erträgliche 07:10 Uhr verlegt, so dass man nicht in aller Herrgottsfrühe über den Ballindamm taumeln musste. Zudem fiel das Neo Anziehen, Einschwimmen etc weg. Stattdessen galt es sich einzusortieren für den ersten Lauf, die 6 km. Dort traf ich Miguel vom LAV, Hini samt Lena und Arbeitskollegen. Das ist immer toll in Hamburg, man ist nie allein! Dazu später mehr…..

Der rolling run start zog sich für mich sehr in die Länge obwohl ich mich schon in der schnellsten Gruppe angestellt hatte. Hier ist Optimierungspotential oder früheres Anstellen angesagt. Die Kilometer flogen so dahin, nach knapp 26 Minuten erreichte ich mein Rad, angefeuert von Nicole, Lena, Hini und mittlerweile auch Festus samt Freunden. Klasse!

Per Rad ging es Richtung Deich in Vierlanden, sehr vergleichbar zu einer Nordstrandrunde. Zu Anfang war kein Wind, es ging schnell voran. Der Weg aus der City war von üblem Kopfsteinpflaster geprägt, hier verloren zahlreiche Athleten Verpflegung, Trinkflaschen und ich meine Pumpe was ich aber erst im Ziel merkte. Auch von zahlreichen Garmins wurde berichtet ….. Zur Hälfte der Radstrecke ging es durch den Hot Spot zwischen Binnen- und Aussenader Alster mit 40 km/h über die Kennedy Brücke zum Fernsehturm und Retour – ein geiles Gefühl von den Massen angefeuert zu werden. Erkennen konnte ich jedoch kaum jemanden. Auf der zweiten Runde kam eine leichte Brise auf die das Tempo etwas drosselte, dennoch erreichte ich mit gut 4:40 einen hervorragenden Radsplit für die 178 kmEuphorie stieg auf doch dann kam der Gedanke „jetzt noch den Marathon“. Ach Du Sch…! Das denke ich jedes Mal und jedes Mal geht es dann irgendwie los. So auch dieses mal. Die ersten 20 km spulte ich im 4:45 er Tempo ab und war hoch zufrieden. Dann kamen jedoch viele kleine Männer mit vielen kleinen Hammern. Nach und nach wurde es zäh, bei km 25 so richtig. Ich ging. Übel, das auf meiner Hausstrecke. Ich aß zwei statt einem Gel und bekam prompt Seitenstiche. Aber: man ist nie allein! Durch die Anfeuerung und Positionsansage von Nicole und Hini kämpfte ich mich weiter voran und biss mich so richtig in den Ironman rein. Das Schöne ist ja, es wird schlimm, so richtig schlimm aber irgendwann auch nicht mehr schlimmer. Eine 1:51 für die zweite Marathon Hälfte waren das Ergebnis und nach 8:45 lief ich mega happy ins Ziel am Rathausmarkt. You are an Ironman! Yepp! Hier war es toll organsiert das alles so offen war und ich sofort Nicole sehen und in die Arme schließen konnte. Gerade diese Momente zu teilen ist besonders schön. Am Ende wurde es Platz 10 in der M45. Zwischenzeitlich war ich nach Aussage meiner Spotter mal 7. Schade. Natürlich schielte ich auch wieder auf die Kona Slots, am nächsten Tag zerplatzte der Traum jedoch als der AK sechste den letzten Platz nahm. Mein Rennen war gut, aber andere waren an dem Tag besser. Das der Abstand 6 Minuten betrug machte mir die Sache leichter.

In Summe war es wieder ein schönes Event, wenn auch durch den Duathlon mal ganz anders. Das man Höhen und Tiefen hat wusste ich, erlebe es aber jedes Mal aufs Neue und bei diesem Duathlon gerade beim Laufen besonders intensiv.

In diesem Sinne, finish with a smile, Andreas

Uwe Gosch Norddeutscher Meister über 5000m

 

Am 16. und 17. Juni fanden die Norddeutschen Meisterschaften in der Leichtathletik im Büdelsdorfer Eiderstadion statt. Hier nahmen auch 4 Athleten der LAV Husum statt. Während Manuela Bolz, Sönke Rufin und Wladimir Nagowizyn Doppelstarts anstrebten , hatte Uwe Gosch einen Einzelstart am Samstag bei dem 5000m Lauf.

Begonnen hatte Sönke am Samstag mit dem Speerwurf, hier erzielte er eine Leistung von 30,09m und errang in seiner Altersklasse M65 den 6. Platz. Den Speerwurf gerade beendet, musste er auch gleich zum Hochsprung eilen, da der Zeitplan so eng war. Hier sprang er dann 1,20m und wurde Fünfter.

Manuela hatte am Samstag nur den 200m Lauf, hier lief Sie nach 33,32 sec. ins Ziel und errang den 6. Platz in ihrer Altersklasse W50.

Den Abschluss des Samstages bot der 5000m Lauf. Mit Uwe und Wladimir hatten wir 2 Starter.

Uwe lief von Anfang an ein hohes Tempo, und somit hängte er seine Verfolger schnell ab. In den folgenden Runden kamen diese allerdings wieder näher und so lief Uwe’s ärgster Konkurrent (Peter Massny) Runden lang hinter ihm, immer im Abstand von ca. 5m. Einem Zuruf von Uwe’s Frau „Bugs“ , dass Peter direkt hinter ihm sei, ließ Uwe nochmal eine Temposteigerung folgen. Besonders in der letzten Runde lief Uwe Peter Massny dann davon und finishte als neuer Norddeutscher Meister der Altersklasse M60 in persönlicher Bestzeit von 18:31,20 Minuten. Im Ziel angekommen viel Uwe erschöpft auf die Knie, erholte sich dann aber wieder schnell, dank der Freude über den Titel. Unser zweiter Läufer Wladimir lief nach 21:23,07 Minuten mit dem 2. Platz seiner Altersklasse M65 ins Ziel.

Am Sonntag waren Manuela und Wladimir mit ihren zweiten Disziplinen am Start. Begonnen hatte Wladimir mit den 1500m, hier errang er den 2. Platz mit einer Zeit von 6:01:97. Manuela startete über die 400m, hier gab es bis 100m vor dem Ziel ein Kopf an Kopf Rennen. Mit einer Zeit von 75,67 sec. belegte sie den 2. Platz.

Es war schön das die Norddeutschen Meisterschaften in unserer Nähe war, so konnten unsere Athleten erfolgreich teilnehmen.

 

 

NDM in Büdelsdorf 2018

Am 10. Juni 2018 fanden die Landesmeisterschaften Marathon im Rahmen des "2. Flensburg liebt dich Marathon" statt.

Hier startete Wladimir Nagowizyn und errang in der Zeit von 3:40:01 Std. den Landesmeistertitel in der Altersklasse M65.

 wladi lm

Bei den Landesmeisterschaften am 9. Juni in Preetz trat Sönke Rufin als einziger Teilnehmer der LAV Husum an.

Hier stand der Werferfünfkampf an, mit den Disziplinen : Hammerwurf,Kugelstoß,Diskuswurf, Speerwurf sowie der Gewichtswurf

Sönke erzielte in allen seinen Disziplinen gute Leistungen und sicherte sich mit 2638 Punkten den Landesmeistertitel in der Altersklasse M65.

 

 Die Ergebnisse:

LM Werferfnfkampf